Hochwassergefahr: Stadt Wangen gibt leichte Entwarnung

Datum: 3. Februar 2020
Alarmierungsart: T1 – technische Hilfe klein, Z4 – Zusatzalarmierung sehr groß
Art: Technischer Einsatz
Einsatzort: Wangen im Allgäu
Fahrzeuge: KdoW, KEF
Weitere Kräfte: DLRG, DRK-Wangen, Polizei, SAE-Stab, Städt. Bauhof, THW-Wangen


Einsatzbericht:

Trotz der zuletzt starken und lang anhaltenden Regenfälle wird die Stadt Wangen beim Thema Hochwasser aller Voraussicht nach glimpflich davon kommen. Der Pegel der Oberen Argen blieb bis zum Montagabend unter der 2,40-Meter-Marke und soll den Prognosen nach zunächst auch nicht weiter steigen. Die Einsatzkräfte gaben deshalb um 18 Uhr leichte Entwarnung, wollen aber die Situation über die Nacht hinweg sicherheitshalber im Auge behalten.

Schon am frühen Montagnachmittag hatte der Epplingser Pegelstand der Oberen Argen die 2,20 Meter-Marke überschritten. Damit greift automatisch der Hochwasseralarmplan der Stadt Wangen. Die örtliche Feuerwehr wird alarmiert, und diese wiederum informiert die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Es wird die so genannte Beurteilungsgruppe einberufen, der neben Oberbürgermeister und Feuerwehrkommandant auch die Leiter der im Katastrophenschutz verantwortlichen Ämter angehören.

Zeichnet sich ein weiteres Ansteigen des Wassers über den Pegel von 2,20 Meter hinaus ab, entscheidet diese Gruppe gemeinsam mit weiteren Fachleuten aus den Bereichen Katastrophenschutz und Gewässerkunde, ob Hochwasseralarm gegeben werden muss. In diesem Fall werden beispielsweise Dammbalken am P 14 eingebaut oder die Lücken der Stadtmauer geschlossen. Außerdem wird der Argensteg bei der Gallusbrücke angehoben.

Wegen der zunächst weiter stark steigenden Wasserstände forderte die Wangener Polizei am Montagnachmittag mit Lautsprecherdurchsagen in der Unterstadt vorsorglich die Bürger dazu auf, ihre Fahrzeuge aus dem Uferbereich zu entfernen. Zu diesem Zeitpunkt sah es danach aus, als ob der Wasserstand noch sehr viel weiter nach oben gehen würde. Bis zum frühen Abend blieb der Argenpegel jedoch unter 2,40 Meter, die Lage beruhigte sich einigermaßen.

Daran soll sich laut der Prognosen zunächst auch nicht viel ändern, teilte die Stadt gegen 18 Uhr mit. Und: „Deshalb sieht die Stadt Wangen von weiteren Sicherungsmaßnahmen ab.“ Über den Nachmittag seien Fahrzeuge vom Buchmann-Areal und unter der Gallusbrücke entfernt worden. Vorarbeiten für die Abfüllung der Sandsäcke sowie der Sicherung der Altstadt seien ebenfalls getroffen worden. „Das Leitungsteam wird die Lage weiter im Blick behalten und gegebenenfalls in der Nacht eingreifen, sollte sich die Lage verändern. Der Argensteg wird aus Sicherheitsgründen angehoben“, heißt es seitens der Stadt weiter.

Quelle: szon.de